
Verdammt, mir gehen langsam die Games aus! Mortal Kombat wird noch immer von der Royal Air Mail rumgeflogen und so glaubte ich in meiner Verzweiflung, in ‘Terminator Salvation‘ die Erlösung zu finden, denn das Game war für die PS3 grad noch greifbar und lag hier so um.
Im Mai 2009 ist Terminator Salvation die die Kinos gekommen. Der Film selbst spielt im Jahr 2018 und erzählt, wie sich Marcus Wright (Sam Worthington) und John Connor (Christian Bale) – Sohn von Sara Connor – in das Herz von Skynet vorkämpfen, um dort auf die Kacke zu hauen und endlich mal für Ordnung zu sorgen.
Der Kinofilm knüpft an die Ereignisse des Spiels an. Dieses spielt nämlich im Jahr 2016, also zwei Jahre vor den Ereignissen des Films. Tausende Terminatoren wurden bis zu dem Zeitpunkt in die Vergangenheit geschickt um die Zukunft zu ändern und das unabwendbare zu vermeiden… vergeblich.
Hätte ich selbst die Möglichkeit eine mechanische Kampfmaschine in die Vergangenheit zu schicken, würde ich dies tun, damit diese die Entwickler des Spiels mit einem nassen Waschlappen erschlägt. Und warum!? Darum!
Im Spiel übernehmen wir natürlich die Rolle von John. Man sollte meinen unser Protagonist sieht dem John Connor des Jahres 2018 in irgendeiner Form ähnlich, doch unser Held hat mit diesem Ungefähr soviel Ähnlichkeit, wie Angelina Jolie mit Alice Schwarzer.
Auch ist unser Held lang nicht so standhaft, wie das ältere Ego aus dem Film, denn nach gefühlten 0,72 Sekunden, streckt dieser bereits alle viere von sich. Aufgrund der körperlichen Schwäche verbringt man den Großteil der Spielzeit hinter tristen Mauern und Objekten, um unter Deckung hinter die feindlichen Linien zu gelangen und dem Gegner dann möglichst wirkungsvoll in den Rücken zu fallen.
Dabei behilflich ist uns leider nicht Marcus Wright, sondern Blair Williams, deren KI wirklich unglaublich dämlich ist. Da werden die lebenswichtigen Deckungen von Ihr blockiert, und wenn man es schafft, das feindliche Feuer auf sich zu lenken und auf Ihre Unterstützung hofft, wartet man aus diese nicht selten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Hasta la vista Gameplay, mehr gibt es da nicht zu sagen.
Wenn ich mich jetzt nicht verzähle, wurde ich von sechs unterschiedlichen Gegnern penetriert, welche auf dem Schwierigkeitsgrad ‘Schwer’ dank dummer KI angenehm gelegt werden können. Die Spielwelt kommt recht trist daher, diesen Umstand würde ich nicht unbedingt auf Skynet schieben, aber er bestärkt meine Vermutung, dass Eurojobber wohl auch in der Spieleindustrie Einzug gefunden haben.
Eine wahre Erlösung ist es, das man diesem Debakel keinen Multiplayer-Part spendiert hat. Da unser KI-Helfer wahrlich dumm wie Wanne Wasser ist, schlägt man sich im wahrsten Sinne des Wortes als Solist durch das Spiel, doch dieser Trip ist in runden vier Stunden erledigt. Für mich gibt es nur zwei positive Aspekte an dem Spiel. Es war für mich kostenlos und eine Platin Trophäe konnte mühelos abgestaubt werden.