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    Aktive Sterbehilfe im Kugelhagel

    Posted on by Otti in Games, Review, Xbox 360 | Leave a comment

    So schnell kann es gehn, die Kampagne von Bulletstorm war in runden sechs Stunden done und das auf ‘schwer’, was ein wenig enttäuschend ist. Ich muss sagen, die Story und Umsetzung haben mir sehr gut gefallen. Besonders sympathisch finde ich die Charaktere, deren Umgangston im Gossenjargon wirklich äußerst amüsant ist. Hätte mich die Kampagne nicht derart gut unterhalten, wäre ich von der kurzen Spielzeit wirklich arg angepisst gewesen, doch hier hat wirklich alles gepasst.

    Sehr gut gefallen mir generell die SkillShots! Stellenweise sucht man nur nach der richtigen Situation und Gelegenheit, um etwas Neues auszuprobieren. Ab und an habe ich mich allerdings dabei ertappt, in eine Standard Vorgehensweise zu verfallen, in welcher man die Gegner nur möglichst fix aus dem Weg räumt. Wer gerne experimentiert, sollte maximal auf ‘schwer’ spielen, da die Überlebenschance auf ‘sehr schwer’ für eine Testreihe einfach zu gering ausfallen könnte.

    Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten – zumindest ein wenig. Bei all dem Hype, der im Moment um Bulletstorm gemacht wird, sollte man die Kirche im Dorf lassen und das Spiel ein wenig objektiv betrachten. Stellenweise gibt es Passagen, in denen man einfach nur ein Stück Weg zurücklegt, auf dem aber nichts passiert — aber absolut gar nichts. Zumindest ein wenig Eye Candy hätte ich mir da gewünscht, stattdessen werden diese Amschnitte in manch einem Gebäude recht eintönig grau. Zudem sehen ein paar der ‘Lensflare’ Effekte aus wie in MS-Paint gezaubert, so z.B. die der Screamer bei aktiver Ladung.

    Nachdem die Kampagne dann durchgespielt war, habe ich mich wie angekündigt auf den Multiplayer gestürzt. Trotz diverser Berichte im Vorfeld sind viele Spieler davon ausgegangen, eine Coop Kampagne spielen zu können – doch dem ist nicht so. Was hier als Coop bezeichnet wird, ist sozusagen ein gepimpter Horde Modus – wie aus Gears of War bekannt, mit der Möglichkeit sein virtuelles Ego im Level aufsteigen zu lassen, und somit optischen Schnickschnack und neues Werkzeug freizuschalten bzw. kaufen zu können.

    Als Team bekommt man hier eine zu erreichende Punktzahl vorgegeben. Je weiter man sich in den Angriffswellen vorarbeitet, desto höher wird die Messlatte gelegt. Um diese Punktzahlen dann noch erreichen zu können, sollte man für ein möglichst kreatives Ableben der Angreifer sorgen, oder diese einem Teammitglied gekonnt zupassen, damit dann die aktive Sterbehilfe eingeleitet werden kann. Großes Manko daran ist in meinen Augen, dass man für ein ernsthaftes Spiel auf ein Team angewiesen ist, welches ordentlich miteinander kommuniziert. In einem public Match ist dieser Zustand leider nur relativ selten gegeben.

    Ist man allerdings Teil eines eingespielten Teams, dann kann man im Multiplayer auf jeden Fall sehr viel Spaß haben. Derzeit denke ich aber nicht, dass sich das Spiel einzig und allein mit diesem Modus für längere Zeit in den Konsolen halten wird. Ich bin mir relativ sicher, dass der Multiplayer für viele Spieler nur eine kurze Erfahrung bleibt.

    Wer sich lieber mit oder an seinen Freunden messen möchte, der kann die sogenannten Echos durchzocken. Hier geht es darum, Teilabschnitte der Kampagne in möglichst kurzer Zeit und einem Maximum an Punkten abzuschließen. Bewertet wird die eigene Leistung dann mit bis zu drei Sternen – welcher Kollege sich nun besser oder schlechter geschlagen hat, kann einer übersichtlichen Tabelle entnommen werden. Hieraus kann sich durchaus eine Jagd nach der begehrten Highscore entwickeln, wodurch man sich automatisch mit der Kunst des Tötens auseinandersetzen muss.

    In meinen Augen hat sich der Kauf gelohnt. Eingefleischten Solisten würde ich das Spiel nicht empfehlen, da ich die Spielzeit der Kampagne dafür als zu kurz erachte, obwohl diese wirklich unterhaltsam ist. Zwei Stündchen mehr Spielzeit in diesem Stil, hätten mir wesentlich besser gefallen. Dafür bräuchte ich dann auch keinen Multiplayer, wie er in der aktuellen Form vorliegt.

    Ein Feuerwerk für die Synapsen

    Posted on by Otti in Games, PS3, Review | Leave a comment

    Nachdem ich vor einiger Zeit dank PlayStation Plus die Multiplayer Beta von Killzone 3 anzocken konnte, war ich direkt von dem Look and Feel des neusten Shooters aus dem Hause Guerilla Games angefixt. Seit gestern bin ich im Besitz der Collectors Edition, welche in einer schicken Blechülle und mit ein paar Extras daherkommt. So erhält man nach Eingabe des Gutschein Codes ein Retro-Mappack, welches zwei bekannte Schlachtfelder aus Killzone 2 beinhaltet, ein dynamisches Design zur mehr oder weniger erfolgreichen Verschönerung des virtuellen Spielzimmers und den kompletten Killzone 3 Soundtrack, als Download.

    Auch die Singleplayer Demo konnte man im Vorfeld via PSN beziehen und spätestens nach dieser Demo war für mich klar… dieses Game muss ich haben. Aber warum?! Leider habe ich den ersten Teil der Reihe nie gespielt, den zweiten Teil habe ich mir gegönnt, als ich mir die PS3 vor rund einem Jahr zugelegt habe und hier wurde ich in der Singleplayer Kampagne bereits gut unterhalten. Die Story hat mich damals nicht groß interessiert — ich wollte einfach nur ballern.

    Vor dem Kauf von Killzone 3, habe ich mich jetzt ein wenig mit der Story des Spiels befasst, um das Versäumte nachzuholen. Manch ein Spieler behauptet ja, die Story sei recht flach bis nicht vorhanden, doch wenn man sich erst einmal eingelesen hat, merkt man schnell, da steckt doch einiges mehr dahinter. Es wäre jetzt sehr umfangreich und ausschweifend, die Story hier aufzugreifen. Wie üblich haben letztendlich Gier und Macht die Menschheit an den Abgrund getrieben, was einen erbitterten Krieg mit sich gezogen hat. Wer Interesse daran hat, sich die gesamte Geschichte von den Jahren 2055 bis 2359 durchzulesen, der sollte einen Blick auf diesen Beitrag im PS3Blog werfen.

    Kommen wir zu Killzone 3. Dieser Teil knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängers an und bringt den Spieler durch eine gute Einleitung bzw. einem Tutorial direkt ins Geschehen. Scheinbar schlüpft man zu beginn des Spiels in die Rolle eines Helghan und bereits zu diesem Zeitpunkt wird einem unmissverständlich klar, das die Inszenierung wahrlich bombastisch ist. Ich bin beim besten Willen keine Grafik-Hure. Mir kommt es in erster Linie darauf an, das mich ein Spiel fesselt, spielerisch anspricht und für die abgedrückten Euronen ordentlich unterhält. Doch Killzone 3 präsentiert sich als derart detailreich, dass einem dabei glatt einer abgehen könnte.

    Man kann es so direkt nicht in Worte fassen. Es gibt nicht viele Videospiele, die mich optisch derart ansprechen, aber was hier aus der PS3 rausgekitzelt wurde, ist wirklich supergenial. Die komplette Umgebung, weit entfernte Objekte, die Waffen und die Charaktere, sind fast schon überseht von vielen kleinen Details, welche sich nahtlos in das Gesamtbild einfügen und von Partikeleffekten ohne Ende begleitet werden. Zusammen mit dem klasse Soundtrack und den teilweise derben Effekten, erfährt man hier in insgesamt neun Kapiteln, ein spielerisches Erlebnis allererster Kajüte.

    Der klasse Sound versetzt den Spieler direkt in die Kampfzone und spätestens dann, wenn man die Minigun aufschreien lässt, um sie durch eine Reihe von Gegnern zu schwingen, spätestens dann wird einem klar, dass Look and Feel wie die Faust aufs Auge passen. Nicht ganz so sauber kommt die deutsche Synchronisation daher, doch im Großen und Ganzen ist dieser Kritikpunkt ein wirklich kleines Übel und wer möchte, der kann die originale Tonspur nutzen.

    Im Gegenteil zum Vorgänger, komme ich hier wesentlich besser mit der Steuerung klar. Diese kann man sich fast komplett an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Wer mag, der darf seinen Schießprügel auch mit PlayStation Move bedienen. Das Spiel ist in 2D und 3D spielbar. Wer einen 3D-Fernseher sein Eigen nennt, kann sich den optischen Leckerbissen auch stereoskopisch um die Ohren hauen lassen. Für eine angenehme Kommunikation im Multiplayer, werden sowohl USB, als auch Bluetooth Headsets unterstützt.

    Die KI ist wirklich gut gelungen, so gehen die Gegner taktisch klug in Deckung, wechseln die Positionen oder werfen sich mal im Sprung auf den Boden, um Euch lang weg von unten unter Beschuss zu nehmen. Wären die Feuergefechte nicht derart bombastisch inszeniert, die Kampagne so abwechslungsreich und das Ganze von dieser ‘geilen’ Grafik gekrönt, wäre der Mangel an Innovationen ein wirklich gewichtiger Punkt.

    Neben dem Multiplayer, bietet Killzone 3 auch eine Koop-Kampagne und die Botzone, in welcher man seine Kampffertigkeiten im Kampf gegen computergesteuerte Gegner verbessern kann. Bereits während der Multiplayer Beta habe ich für mich festgestellt, das mir hier eindeutig mehr Spielspass als beispielsweise bei Call of Duty geboten wird – was ja auch nicht wirklich schwer ist. ;) Ich habe mir fest vorgenommen, mich mit Killzone 3 auch online eine ganze Weile zu beschäftigen. Doch zuvor werde ich hoffentlich die Kampagne erfolgreich meistern. Diese habe ich nun direkt auf Veteran gestartet, eine Umstellung zu einem späteren Zeitpunkt scheint hier nicht möglich zu sein.

    Wie man meinem ersten Eindruck entnehmen kann, bin ich also schwer begeistert von dem Spiel. Ob sich diese Euphorie halten wird, wie sich Story und Kampagne für mich darstellen und was der Multiplayer anzubieten hat, werde ich dann in einem eigenen Beitrag zum besten geben. Doch vorerst habe ich einen Auftrag zu erfüllen…

    Immer in die Eier

    Posted on by Otti in Games, Preview, Xbox 360 | Leave a comment

    Wirft man einen Blick auf die in den vergangenen Monaten erschienenen Shootern und den aktuellen Sternen am Action-Himmel, stellen Spieler, deren Messlatte in Bezug auf den Anspruch eines Spiels ein wenig höher liegt schnell fest, dass sich die meisten Shooter gleichen, wie ein Ei dem anderen.

    Aus diesem Grund haben viele Spieler auf den neuen Lichtblick aus dem Hause Epic gewartet. Bulletstorm ist das neue Action-Spektakel, für welches ‘People Can Fly‘ verantwortlich sind.

    Die im Vorfeld erschienen Demo auf dem XBL-Marktplatz, hat bei vielen Spielern für Unmut gesorgt, da sie sich dieses Highscore-Rennen nicht als spielerisches Highlight vorstellen konnten. Doch wer von der Demo enttäuscht wurde, dem sei gesagt, das die Singleplayer Kampagne doch einiges mehr zu bieten hat.

    Vorweg kurz angerissen, worum es in dem Spiel überhaupt geht. Der Spieler übernimmt die Rolle von Grayson Hunt, einem ausgebildeten Killer und ehemaligen Mitglied der Dead Echo Einheit, welche eine absolute Eliteeinheit der Konföderation gewesen ist.

    Auf Befehl von General Victor Sarrano, verübte Hunt mit seinem Squad üble Gräueltaten, in dem guten Glauben, für eine ehrenhafte Sache zu kämpfen. Nachdem dieser Schwindel aufgeflogen ist, quittierte Hunt samt Squad den Dienst auf mehr oder weniger diplomatischer Art und Weise und zieht nun zusammen mit seinen Waffenbrüdern als Weltraumpirat durch die Galaxie, auf dem gekaperten Raumschiff Spectre, welches kurzerhand der Konföderation entwendet wurde.

    Als gejagte und geächtete Crew bleibt Hunt und seinen Kollegen nichts anderes über, als sich durch Raubzüge über Wasser zu halten. Doch launisch, wie das Schicksal nunmal ist, steht die Crew plötzlich bei Sarrano auf der Matte. Hunt, welcher sich schon lange dem Alkohol hingegeben hat, dem es nach Blut und Rache dürstet, entschied für sich und seiner Crew, doch einmal freundlich anzuklopfen. Somit findet der Spieler den Einstieg in die Geschichte von Bulletstorm.

    Nach einer David gegen Goliath ähnlichen Schlacht, welche Goliath augenscheinlich für sich verbuchen konnte, muss unsere Eliteeinheit auf einem Planeten notlanden. Die einheimische Bevölkerung ist alles andere als freundlich und somit muss sich das ehemalige Dead Echo Squad in einer traumhaften Umwelt gegen Mutanten und Horden einer psychopathischen, fleischfressenden Gang auseinandersetzen.

    Zu allem Überfluss erlitt auch der verhasste General auf diesem Planeten Schiffsbruch und diesen gilt es jetzt zu finden, am besten lebend, denn man möchte mit seiner Hilfe schnellstmöglich seinen Arsch von diesem Planeten entfernen.

    Während des Gefechts wurde Hunts bester Freund Ishi Sato schwer verletzt. Der Schiffsarzt Dr. Whit Oliver flickt Ishi wieder zusammen und greift dabei tief in die Nano-Trickkiste. Während er dabei ist, Ishis Körper zu pimpen, wird die Crew von den ‘Wilden’ angegriffen.

    Der Doc lässt bei diesem Angriff leider sein leben und die anderen Crewmitglieder werden abgeschlachtet. Doch wie durch ein Wunder hat Ishi es überstanden, rettet Hunt vor dem drohenden Tod und nun zieht man gemeinsam durch die Welt von Bulletstorm.

    Die Charaktere des Spiels sind mir äußerst sympathisch. Die Sprüche sind einfach nur cool und frei von der Leber weg. Arschloch, Scheiße, Wichser und sonstige Nettigkeiten, werden von unseren Helden regelmäßig in den Raum geworfen. Ein wenig erinnern mich Hunt und Sato an unsere Helden aus ‘Gears of War’, grade dann, wenn man das Buch ‘Gears of War – Aspho Fields’ gelesen hat, kommen einem diese beiden ungleichen Charaktere recht vertraut vor.

    Das Spiel verwendet die Unrel 3 Engine, welche den typischen Charm nicht verleugnen kann. Nichtsdestotrotz wirkt die Umwelt gut gestaltet und lädt im Zusammenhand mit den Skillshots zum Experimentieren ein.

    Anders als in der Demo, treiben die Skillshots nicht einfach nur einen Punktestand in die Höhe, sondern sorgen für harte Credits in der Täsch, welche man an Versorgungskapseln gegen Kriegsgerät und Upgrades eintuschen kann. Insgesamt stehen dem Spieler im weiteren Verlauf des Spiels acht Waffen neben der praktischen Peitsche zur Verfügung, welche dank Upgrade um weitere Funktionen und Kapazitäten erweitert werden können.

    Schon den alten Chinesen war bekannt, das es tausend Arten gibt einen Tod zu sterben. Bulletstorm hat mit über 140 Möglichkeiten zwar nur einen Bruchteil dessen im Angebot, doch die Skillshot-Datenbank, welche man über die Select-Taste jederzeit aufrufen kann, liest sich wie eine Liste mit Ideen, welche dem Kopf eines gelangweilten Serienmörders entsprungen sind.

    So heisst es z.B. “Schieß einem Gegner in die Eier und schieß oder tritt ihm dann den Kopf von den Schultern” oder “Töte einen Gegner, indem Du ihn in den Arsch schießt”. Aufgrund derartiger Beschreibungen und der im Vorfeld spielbaren Demo, sollten jedem Spieler der nicht erst seit gestern dabei ist klar gewesen sein, das Bulletstorm in Deutschland entweder nicht oder stark geschnitten auf den Markt kommen wird.

    Letzteres ist dann der Fall gewesen und so hat man das Spiel der Ragdoll-Effekte beraubt, sowie das zerstückeln der Gegner, Splatter- und Bluteffekte entfernt. Das ist für mich wie eins dieser Zombiespiele, in denen man ohne den roten Saft auskommen muss – witzlos! Ich habe nun beide Versionen angespielt und die Beschneidung zerstört die Atmosphäre des Spiels ungemein. Rambo schießt doch auch nicht mit Platzpatronen?! Aber wie dem auch sei, dieser Schritt dürfte jedem im Vorfeld klar gewesen sein, daher verstehe ich die Empörung mancher Spieler nicht.

    Schlimmer finde ich die Aussagen von ‘Dr. Jerry Weichman’, Psychologe am Hoag Neurosciences Institute in Südkalifornien, welcher der Meinung ist, dass Spieler – junge Spieler – von Bulletstorm, zu Sexualstraftaten animiert werden könnten. Was möchte man Spielern da noch andichten? Keine Frage, weder dieses Spiel noch andere FSK18 Spiele sollten von Kindern gespielt werden, aber diese Aussage halte ich für sehr hoch gegriffen. Btw. hat man diverse katholische Pastore schon nach ihrer spielerischen Vergangenheit befragt?

    Zurück zum Spiel! Sound und Musik sind der Atmosphäre des Spiels angemessen gut, zusammen mit der Sprachausgabe und den flotten Sprüchen auch auf Dauer bisher nicht nervig.

    Das Gameplay geht einem locker von der Hand, die Steuerung ist schnell verinnerlicht und somit steht dem Spielspass nichts entgegen. Ich habe das Spiel anfangs auf ‘Schwer’ gestartet und war erst enttäuscht, dass die Gegner sich doch relativ leicht ausknipsen lassen. Aus diesem Grund stellte ich den Schwierigkeitsgrad dann auf ‘Sehr Schwer’, was während des Spiels jederzeit möglich ist. Doch schnell stellt sich dann heraus, dass man auch zu Beginn mit ‘Schwer’ recht gut bedient ist, wenn man das Spiel selbst und die Skillshots noch geniessen möchte. Schraubt man den Schwierigkeitsgrad runter, ist dies unter Androhung des Verlustes möglicher Erfolge auch jederzeit machbar.

    Mein Eindruck nach dem ersten Akt ist nun, das Bulletstorm [AT] sich definitiv gelohnt hat und ein super Titel ist, um die Wartezeit auf ‘Gears of War 3‘ zu verkürzen. Wer die Epic Edition besitzt, kommt zudem in den Genuss die Beta von Gears of War 3 spielen zu dürfen – das ist inzwischen zu einer Mode geworden, welche ich persönlich als sehr positiv empfinde.

    Bevor man sich im Multiplayer vergnügt, wird empfohlen, die inclusive Prolog acht Akte als Solist durchzuspielen, um sich an Steuerung und Möglichkeiten der Interaktion zu gewöhnen. Dieser Empfehlung komme ich nach und so werde ich mich auch erst durch den letzten Akt ballern, bevor ich mich – vielleicht mit einigen Boxtopen – der Mehrspielererfahrung hingeben werde. Dazu werde ich dann in einem weiteren Post meinen Senf zu abgeben. Btw. das Spiel erscheint offiziell am 24. Februar 2011 für die Xbox 360, PS3 und den PC.

    Call of Duty: Black Pussys

    Posted on by Otti in Games, PS3, Review | Leave a comment

    Ich muss mich grad tierisch aufregen und zwar über die merkwürdige Geschäftspolitik von Activion in Bezug auf Call of Duty: Black Ops. Ich habe mir das Spiel gestern für die PlayStation 3 gekauft, nicht weil ich es sonderlich mag, sondern lediglich um es mit einem Kollegen – der vollkommen vernarrt in dieses Spiel ist – ab und an mal online zu zocken. Damit ich nicht grad mit ner schnöden Plempe durch die Gegend renne, habe ich also angefangen, mein Level ein wenig aufzubauen.

    Heute Mittag habe ich dann Level 13 erreicht, was ja noch nicht sonderlich hoch ist. Um nicht der typischen Fettleibigkeit von Konsolenspielern zum Opfer zu fallen, habe ich dann eine Pause eingelegt und bin derweil zum Sport gegangen. Zurück aus dem Studio, schmeisse ich die PS3 an und wollte erneut einige Lebenslichter ausknipsen. Doch was muss ich da lesen?!

    IHRE ONLINESTATISTIK WURDE ZURÜCKGESETZT

    Im Internet nachgeschaut stelle ich entsetzt fest, dies soll daran liegen, das ich Cheats benutzt habe, im Spiel eine illegale Symbolik benutze, oder einem Spiel auf einem gehackten Server beigetreten bin. Nun, da ich absolut kein Cheater bin und auch ganz sicher keine verbotenen Zeichen oder Sonstiges genutzt habe, blieb nur noch die Möglichkeit, dass ich einem Spiel auf einem gehackten Server beigetreten bin.

    Ich habe also die im Handbuch vermerkte 09001 – 22 51 55 zu 0,59 Euro die Minute angerufen, da ich da Gewissheit haben wollte. Der Techniker dort hat mir dann gesagt, was ich eh schon wußte, konnte mir aber nicht sagen, wie ich als fairer Spieler erkennen kann, ob ein Server manipuliert worden ist oder nicht. Ich fragte dann, wie Activision selbst diese Server erkennt, doch davon habe er selbst keine Ahnung.

    Sei ein bekanntes Problem, das auch faire Spieler von derartigen Löschungen betroffen sind, dies passiert systemübergreifend – also auch Spielern der 360 oder PC Version – und könne bis zur Behebung des Problems immer wieder vorkommen.

    Bitte wozu investiert man 50 beschissene Euro, wenn ein Konzern wie Activision es nicht schafft, dort für einen ordentlichen Schutz für faire Spieler zu sorgen? Ich habe grad eine enorme Hasskappe auf die Schwänze von Activision, sowie auf kleinschwänzigen Cheater. Wer es schon in Videospielen zu nichts bringt und Cheaten muss, der wird auch in der realen Welt hoffnungslos verkacken.

    Helden in Strumpfhosen?!

    Posted on by Otti in Games, PS3, Review | Leave a comment

    Seitdem der PC nicht mehr zu meinem bevorzugten Spielgeräten gehört, vermisse ich auf Konsolen eigentlich nur ein ordentliches MMORPG. Mit ‘DC Universe Online‘ gibt es nun auf der PS3 einen Vertreter dieses Genres, dessen Setting zwar nicht jedermanns Sache ist, aber spielerisch durchaus gefällt.

    Bis auf die Tatsache, dass die Helden in Strumpfhosen weitaus mehr Wert auf ein schnelles und actionreiches Gameplay legen und DCUO den Spieler durch unterschiedliche PvP Modi zu beschäftigen weiss, kann man durchaus einige Vergleiche mit Blizzards Cashcow zulassen.

    Ich habe nun mehrere Charaktere angefangen, um zu sehen, was das Spiel für Möglichkeiten bietet. Meinen ersten Superhelden habe ich nun auf Level 20 – von derzeit maximal 30 Möglichen, gebracht und bisher konnte mich das Spiel bereits länger fesseln, als es manch anderer Titel in den letzten Wochen getan hat.

    Quests gibt es sprichwörtlich an jeder Straßenecke in Gotham City oder Metropolis zu finden. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass es nicht mehr zum Oger klatschen oder Blümchen sammeln in den Wald geht, sondern man je nach Fraktion z.B. Dealern den Arsch versohlt, Studenten infiziert und ahnungslose Opfer für Experimente missbraucht, eröffnet sich einem eine interessante Spielwelt.

    Mit bekannten Superhelden kann man Seite an Seite kämpfen, oder deren Ego beim Dienstantritt im Legenden-Modus übernehmen, wo man dann deren Superkräfte an menschlichen Gegenspielern auslassen kann.

    Weitere Modi dieser Art wären der Kampf in der Arena, sogenannte Großeinsätze, Duos und diverse Warnmeldungen. Als Lohn für den Einsatz mit vereinten Kräften winken Legendenabzeichen oder Marken, die man wie bei WoW gegen ‘epische’ Ausrüstung tauschen kann.

    Optisch kommt DCUO eigentlich ganz ordentlich daher, wenn man bedenkt, wie groß die Spielwelt ist und das man wirklich fast jeden sichtbaren Punkt erreichen kann. Doch die Spielwelt ist leider geprägt von unschönen Popups, Wasseroberflächen sehen ziemlich lahm und steril aus und ab und an gibt es derbe Clipping-Fehler zu sehen. Gelegentlich hängt sich die PS3 gleich komplett auf, da hilft dann nur ein kompletter Neustart.

    Der Sound wäre wirklich klasse, wenn es nicht häufig zu Sound-Bugs kommen würde. Da läuft mal ein Sample im Loop, den Superhelden bleibt die Stimme weg, oder sämtliche Geräusche verschwinden gänzlich. Die Musik ist gelungen und passt zum Spiel selbst, ist nach einigen Spielstunden aber gänzlich nervend. Die Sprachausgaben hingegen finde ich sehr gut gemacht, sie klingt gut und passt perfekt zu den einzelnen Charakteren.

    Alles in allem überwiegen die positiven Aspekte, und selbst wenn ich nicht die 12,99 Euro für weitere 30 Tage Spielzeit investieren sollte – was ich nicht glaube, wurde ich sehr gut und lange unterhalten. Alles, was bisher unschön zu sein scheint, kann sicherlich durch Patches behoben werden. Wenn man der Support-Zusage von SOE Glauben schenken darf, wird dies auch sicher im Zuge der weiteren Entwicklung von Content passieren.