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    Done: Gears of War 3

    Posted on by Otti in Done, Games, Xbox 360 | Leave a comment

    Gears of War 3 war sicherlich eines der am meisten erwarteten Games in diesem Jahr und das mit Recht. Am 20. September hat Epic Games den dritten Teil der Serie offiziell auf die Spielergemeinde losgelassen. Fanboys der PS3-Fraktion stempeln das muntere Kettensägen-Gemetzel als überbewertet ab und dennoch gibt es Neider… was auch durchaus verständlich ist.

    Gears of War gehört zu den Spielen, bei denen ich regelmäßig abstinke. Dennoch bleibe ich hier am Ball und spiele es äußerst gerne. Es ist die fesselnde Geschichte des Spiels, welche mich als Solist oder Koop gerne gegen die Locust antreten lässt. Zwischen den einzelnen Teilen habe ich mich durch die Bücher von Karen Traviss in diesem faszinierenden Universum wiedergefunden.

    Die Story
    Worum geht es in Gears of War eigentlich!? Ich versuche es halbwegs kurz zu machen… Schauplatz des Spiels ist der Planet Sera, welcher auch die zweite Erde genannt wird. Die Ressourcen dieses Planeten sind knapp und wie üblich kloppen sich alle um den letzten Rest. Dies ist der Beginn der 79-jährigen Pendulum Kriege.

    Eines schönen Tages entdecken die Menschen eine Imulsionsflüssigkeit im Inneren des Planeten, welche dort im Überfluss vorhanden ist. Aus dieser fluoreszierenden Flüssigkeit lässt sich Energie gewinnen und trotz dieser Erkenntnis, gehen die Kriege weiter. Die Imulsion war zwar reichlich vorhanden, doch nicht in allen Regionen des Planeten vertreten.

    Wie üblich kloppen sich die Menschen bei einer solchen Sachlage die Schädel ein und genau während dieser Gefechte, treten die Locust auf den Plan, um der Menschheit einen fiesen Arschtritt zu verpassen. Am sogenannten E-Day, dem Emergency Day, krochen diese wahrlich aus ihren Löchern und griffen die Menschen an.

    Einem Großteil der Menschheit wurde am E-Day das Lebenslicht ausgeknipst und so rückten die Überlebenden näher zusammen, als sie es jemals in den Jahren zuvor taten. Sie zogen sich in das Jacinto Plateau zurück, welches relativ sicher vor Angriffen der Locust sein sollte.

    In den umliegenden Städten ging der Krieg währenddessen weiter und die Locust pflückten sich die restlichen Überlebenden. Um dem Treiben ein Ende zu machen, wollte man diese Städte zerstören und setzte dazu eine mächtige Waffe ein – den Hammer der Morgenröte. Leider war diese Waffe ein wenig zu heftig, denn sie zerstörte rund 90% des Planeten. Die Locust zogen sich vorerst in ihre Tunnel zurück und konnten so in Massen überleben.

    Um seinen Vater das Leben zu retten, widersetzte sich der Protagonist Marcus Fenix den Befehlen von Colonel Hoffman. Die Eigenmächtigkeit brachte ihm wegen Hochverrat den Knast ein und trotz seiner Bemühungen, konnte er seinen Vater scheinbar nicht retten. Marcus Fenix alter Sandkastenfreund Dominic Santiago rettete ihn aus dem Knast, um gemeinsam mit ihm im Delta Zwei Squad auf die Jagd nach Locust zu gehen. Hier würde dann die Geschichte von Teil eins beginnen…

    …im aktuellen dritten Teil kommen die Leuchtenden ins Spiel. Durch die Imulsion mutierte Locust, machen uns zusätzlich zu dem Rest der Überblenden die Hölle heiß. Zudem gibt es ein Lebenszeichen, vom Totgeglaubten Adam Fenix, welcher seinen Sohn Marcus in einer Videobotschaft um Hilfe bittet. Allem Anschein nach hat er eine Lösung parat, welche sich nicht nur der Leuchtenden, sondern im gleichen Atemzug auch um die verbliebenden Locust entledigt. Wie praktisch!

    Der Singleplayer
    Epic Games startete 2006 eine der besten Spieleserien der Microsoft Xbox 360 und im Laufe der Zeit entwickelte sich die Geschichte um Gears of War, zu einem komplexen und interessanten Universum. In dieser Story hat so ziemlich jeder Charakter seine eigene Geschichte, was diese so sympathisch macht.

    Der Solopart hat mir sehr gut gefallen und mich runde 11 Stunden unterhalten. Wie gewohnt gibt es die typischen Passagen, in denen man nach Deckung suchen muss. Das Deckungssystem ist nach wie vor gut, ich empfinde dieses als eines der besten dieses Genres.

    Im dritten Teil kämpft man sich zu Wasser, zu Lande und in der Luft durch die Geschichte und auch diese Passagen gestalten sich recht unterhaltsam. Es ist auch wieder möglich, die komplette Kampagne Koop zu spielen und das mit bis zu vier Mitstreitern.

    Im Grunde wird hier nicht viel Neues geboten, doch die spielerische Umsetzung ist wirklich 1a. Es hätte Gears sicherlich gut zu Gesicht gestanden, wenn man im Koop ein wenig mehr mit seinen Mitstreitern interagieren könnte, um sich gemeinsam durch die Level zu kämpfen.

    Durch Rückblenden wird man immer wieder daran erinnert, was in den beiden Vorgängern passiert ist. Auch erfährt man ein wenig mehr über die einzelnen Charaktere, wie z.B. Augustus Cole – dem Cole Train – einem Ex Trashballspieler. Generell finde ich im Kampagne-Menü den Punkt „Zuvor bei Gears“ sehr gut. Diese Art Rückblick sollte generell in Serien so eingepflegt werden.

    Im Gegensatz zum letzten Teil ist das Gameplay nun um einiges fixer, was ich sehr angenehm finde. Ich mochte die behäbige Gangart des Vorgängers nicht. Dieses Manko wurde im dritten Teil sehr gut ausgebügelt und besonders im Multiplayer bringt mir dies erheblich mehr Spaß.

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    Der Multiplayer
    Neben den allseits bekannten Modi Team-Deathmatch, Kriegsgebiet, Hinrichtung, Anführer fangen, King of the Hill, und Wingman, werden uns die Modi Horde 2.0 und der Beast-Mode geboten. Diese beiden Varianten sind mit großer Wahrscheinlichkeit die beliebtesten Spielmodi, da es nichts Schöneres im Leben gibt, als sich gemeinsam durch die Gegnermassen zu schnetzeln.

    In Horde 2.0 trifft der Spieler auf insgesamt 50 Angriffswellen von Locust und Leuchtende, welche von Mal zu Mal eine gröbere Kelle schwingen. Mit insgesamt 5 Mitstreitern kann man sich durch die angreifenden Massen ballern und sich dabei gegenseitig unterstützen. Zwischen den einzelnen Wellen bleiben einige Sekunden Zeit, um die Munitionsvorräte aufzustocken, was auch bitter nötig ist. Wie die aus Halo bekannten Schädel kann der Spielverlauf durch diverse Mutatoren im Vorfeld beeinflusst werden.

    Die Mutatoren sind eingeteilt in den drei Kategorien leicht, schwer und Spass. So steht man zum Start z.B. ohne Munition da, oder kann Gegner durch einen Kopfschuss dazu bringen, dass diese recht kopflos Ihresgleichen angreifen. Je nachdem wie gewichtig die maximal drei gewählten Mutatoren sind, beeinflussen diese den Multiplikator für die abschließende Punktzahl.

    Wirklich neu in Horde 2.0 ist es, durch Abschüsse Geld zu verdienen. Dieses kann dann dafür eingesetzt werden, Waffen, Munition und diverse Einrichtungen zur Verteidigung bzw. Befestigung zu kaufen. Hierzu muss im Vorfeld eine Basis errichtet werden, welche dann in einem gewissen Radius die Möglichkeit für weitere Befestigungen freischaltet. So kann man die anstürmenden Gegner durch Barrikaden aufhalten, oder durch Fallen ablenken.

    Im Beast-Mode schlüpft man dann in die Rolle der gegnerischen Fraktionen und kann den menschlichen Helden zeigen, wo der Hammer hängt. Hier hat man dann allerdings nur 12 Wellen zu überstehen. Neben 0815 KI-Gegnern, tritt man hier auch gegen die Helden des Spiels an, welche es stellenweise absolut in sich haben – kein Wunder, die jahrelange Kriegserfahrung macht es möglich. ;) Im Gegensatz zu den einfachen KI-Gegnern, stecken die Helden deutlich mehr ein und müssen hingerichtet werden.

    Dieser Modus läuft im Gegensatz zu Horde 2.0 auf Zeit. Hier hat man einen gewissen Zeitrahmen, in welchem man die Menschen ausschalten muss. Für getötete Menschen und die Zerstörung bzw. Beschädigung von Befestigungen erhält man mehr Zeit. Durch Abschüsse verdient man Geld, wodurch man sich neue Biester freischalten kann. Eine durchaus interessante Variante, wenn auch nicht unbedingt mein Fall.

    Mein Fazit
    Um es kurz zu machen… Gears of War 3 ist ein verdammt geiles Spiel, welches meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Die Story des Singleplayers beinhaltet interessante, wenn auch teilweise vorhersehbare Wendungen. Das schnellere Gameplay kommt mir persönlich sehr gelegen und gefällt mir äußerst gut. Der Multiplayer liefert neben dem typischen Deathmatch und King of the Hill Gedöns, den Horde 2.0 und Beast-Modus, welche im Team beide sehr unterhaltsam sind.

    Generell ist die Integration des Multiplayers super umgesetzt worden. Direkt aus dem Hauptmenü ist es möglich, sich einem Freund anzuschließen und im Kampf beizustehen. An dieser Stelle zeigt sich recht deutlich, dass Microsoft Xbox Live im Gegensatz zu Sony PlayStation Network eine echt solide Sache ist. Die Serververbindungen sind weitaus besser als die der beiden Vorgänger, somit gehört der Ping-Vorteil weitestgehend der Vergangenheit an.

    Optisch präsentiert sich Gears of War 3 wirklich sehr gut. Die Spielwelt ist abwechslungsreich und im Gegensatz zu den Vorgängern schon teilweise untypisch bunt – aber gut! Hier zeigt Epic, wie man mit der Unreal Engine umgeht und man kann nur hoffen, dass sich andere Hersteller daran mal ein Beispiel nehmen. Egal ob Licht-, Rauch- und Partikeleffekte, technisch wurde hier deutlich gemacht, das die Xbox 360 noch einiges unter der Haube hat.

    Unterstützt wird das Ganze durch einen bombastischen Sound, welcher Euch im Einklang mit der Grafik direkt in das Geschehen katapultiert. Der Einsatz einer Anlage, bzw. eines guten Lautsprecher-Systems inc. Subwoofer, belohnt Euch mit einer super Soundkulisse. Die Synchronisation ist nicht immer akkurat, aber gut. Es lohnt auch, sich das Spiel im englischen O-Ton zu geben.

    Gears of War 3 ist in meinen Augen eine würdige Fortsetzung, ohne Verschlimmbesserungen und somit eine absolut runde Sache. Es mag sicherlich auch Kritikpunkte geben, doch diese sind geschwinden gering und nicht sonderlich gewichtig. Derzeit ist GoW3 unter Garantie das beste Actionspiel auf der Xbox 360 und eine neue Referenz im Actiongenre.

    Das für ein Actionspiel relativ emotionale Ende des Spiels verheißt nichts Gutes. Dies soll der letzte Teil der Serie gewesen sein und ich kann nur hoffen, dass dem nicht wirklich so ist. In der Geschichte des Spiels steckt genügend Potential, um die Spieler weiterhin bei Laune zu halten, sofern Epic Games wieder die Qualität des Spiels und nicht die maximale Gewinnausschöpfung in den Vordergrund stellt.

    Deus Ex Human Revolution

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    Es ist nun runde elf Jahre her, als uns Warren Spector mit dem Ersten von drei Teilen Deus Ex beglückte. Für mich gab es damals zwei Gründe, warum ich mir Deus Ex unbedingt zulegen musste. Zum einen, weil Warren Spector auch für System Shock verantwortlich war, welches mir sehr gut gefallen hat und weil mir das Cyberpunk-Setting unheimlich gut gefällt. Keine Frage, dass ich mich früher als Nerd dann auch in die Tiefen von Neocron gestürzt habe, einem MMORPG, welches sich der Deus Ex GUI bedient und dessen Spielgefühl gut einfängt.

    Deus Ex: Human Revolution ist nun der dritte Teil im Bunde, welcher bereits vor der Veröffentlichung ordentlich beworben wurde und auch auf der diesjährigen Gamescom das Interesse vieler Spieler geweckt hat. Ich habe das Spiel in den letzten Tagen nicht aus dem Laufwerk meiner Xbox 360 entfernt, da mich Gameplay und Story im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen der letzten Zeit, gut fesseln konnten.

    Reißen wir die Story mal kurz an. Wir schreiben das Jahr 2027, einem Jahr, in dem sich die Menschheit schwer im Wandel befindet. Es tobt ein Krieg zwischen Mensch und Maschinen. Die Maschinen sind in diesem Falle die Optis, das sind Menschen, welche durch moderne kybernetische Implantate zur Spaltung der Gesellschaft führten. Dem gegenüber Stehen die natürlichen Menschen, das sind jene, welche sich eine Augmentierung – so werden die Implantate genannt – aus finanziellen Gründen nicht leisten können, oder diese aus moralischen Gründen ablehnen.

    Private Sicherheitsunternehmen sind in diesen Zeiten besser ausgebildet, als die Streitkräfte der Industrienationen und verfügen zudem über weitaus bessere Ausrüstung. Ganze Städte werden von diesen Unternehmen kontrolliert und die lokalen Ordnungshüter wurden zu besseren Pförtnern degradiert. Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Adam Jensen, einem Ex Cop, welcher nach einem Verpatzen Einsatz, bei Sarif Industries als Sicherheitschef abgefangen hat. Dieses Unternehmen gehört mit zu den bekanntesten Herstellern moderne Augmentierungen und die Forschungen von Megan Reed, sollten das Unternehmen an die Spitze katapultieren…

    …doch erstens kommt es anders und zweitens als man Denkt. Kurz vor der Veröffentlichung der Forschung, wurde Sarif überfallen, die Forscher – einschließlich Megan Reed – scheinbar umgebracht und man selbst wurde von einem augmentierten Muskelprotz zu Klump geprügelt und verlor dabei fast das Leben.

    Bis zu diesem Zeitpunkt war Adam Jensen ein Natürlicher. Ohne die Spendierhosen unseres Arbeitgebers David Sarif, wäre das Spiel an dieser Stelle bereits zu Ende gewesen. Doch dank großzügiger Spenden von Augmentierungen, wurde aus Adam Jensen nicht nur ein guter Ex Cop, sondern ein guter Ex Cop mit verdammt guten Fähigkeiten.

    So nimmt die Geschichte Ihren Lauf… wir sind auf Rache aus, denn Megan Reed war Adams Liebschaft. Ziel des Spiels soll es also sein, die Ursache für den Überfall zu klären, die Übeltäter dingfest zu machen und Rache an den Mördern von Megan Reed zu nehmen.

    Cyberpunk Rulz
    Optisch gestaltet sich das Spiel, wie aus einem Guss. Die Moderne, dieses Cyberpunk-Setting, wurde gut eingefangen und umgesetzt. Die komplette Spielwelt strotzt vor vielen Details, sein es gut erkennbare Werbeflächen, kleine Aufkleber, die Beschriftung von Gegenständen, Flugblätter oder Ähnliches. Die Umgebung ist einfach vollgepackt damit und lassen den Spieler in Kombination mit dem klasse Sound in die Welt von Deus Ex versinken.

    Sicherlich wurde hier nicht die neuste Technik verwendet, doch es ist mir persönlich weitaus lieber, wenn man eine alte Technik in Perfektion umsetzt, als wenn man eine neue Technik verwendet mit der viel geschlampt und diese wie gewollt und nicht gekonnt in Szene gesetzt wird. Die Welt von Deus Ex sieht einfach gut aus! Auch dieses Spiel hat mit Glitches oder einer ab und an schlechten Kollisionsabfrage zu kämpfen, doch bitte… welches Spiel hat das nicht!? Selbst vermeidliche Toptitel wie Crysis 2, haben damit mehr, als schwer zu kämpfen.

    Ich habe angefangen das Spiel direkt auf hoher Schwierigkeitsstufe zu spielen und musste anfangs schwer schlucken. Manche Passagen wirken direkt unüberwindbar, doch im weiteren Verlauf des Spiels, lernt man seine Fähigkeiten auszubauen und diese dann sinnvoll einzusetzen. Man entwickelt eine eigene Taktik und kann sich dann gezielt darauf einschießen, ob man seinen Gegnern nun das Lebenslicht ausblasen möchte, oder sie nur ausser Gefecht setzen will. Irgendwann gelangt man dann an den Punkt, an dem jeder weitere Schritt zu Routine wird. Doch bis dahin kann es ein weiter Weg sein.

    Was sagen Sie dazu?
    Die Sozialfähigkeiten geben uns ähnlich wie in L.A. Noire die Möglichkeit, unser Gegenüber besser einzuschätzen und dank Augmentierung können wir dem Gesprächspartner die richtigen Fragen, Antworten und Argumente an den Kopf werfen. Das System an sich finde ich sehr gut, doch leider wird es nicht sonderlich viel eingesetzt. Dennoch ist es ein gutes Element, welches sich prima ins Gesamtbild einfügt.

    Hack the Planet
    Yes… Black Hat, Grey Hat, White Hat, all das kann man sein. Wie üblich wird auch in Deus Ex das Hacken von Computern, Schlössern und Geräten durch ein Minispiel symbolisch dargestellt. Durch spezielle Augmentierungen entwickelt man sich vom Honk zum Nerd und knackt Systeme, welche es in fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt.

    In diesem Minispiel muss man sich durch das ‘Einnehmen’ von Knotenpunkten bis zum Ziel vorzuarbeiten. Angefangen vom I/O-Port, welcher den Startpunkt markiert, muss man Brücken zu Verzeichnissen, API und Datenspeicher schlagen, um sich so Zugang zur Registrierung oder der diagnostischen Subroutine zu verschaffen. Je nach Klassifizierung der Knotenpunkte steigt dabei das Risiko, entdeckt zu werden. Für die erfolgreiche Einnahme von Knotenpunkten gibt es nach Abschluss entsprechende Erfahrungspunkte und ggf. auch Extras in Form von Credits, Nuke-Viren oder einem Stopp-Wurm.

    Ich finde diese Einlage generell nicht schlecht, doch in Anbetracht der Tatsache, das Hacken in Deus Ex einen nicht unwesentlichen Teil des Spiels einnimmt, hätte man gerade diesen Part ein wenig ansprechender gestalten können. Es macht schon Spaß, doch je näher man dem Ende des Spiels entgegen geht, desto nerviger werden diese Einlagen und man macht es meist nur noch, um an gewisse Extras zu kommen.

    Besitzer der Limited Edition können in Shops ein automatisches Entrieglungssystem kaufen. Wird dies auf ein zu hackendes System beliebiger Stufe angewendet, kann man sich entspannt zurücklehnen und sich nach ein paar Sekunden an einem freien Zugang erfreuen. Ist dieser Gegenstand eigentlich wirklich nur für die Besitzer der Limited Edition zu haben, wer weiss es!?

    Rocket in my Pocket
    Ein Kritikpunkt, der häufig zu hören ist, ist das relativ kleine und veraltete Inventar. Nungut… das kann man sehen, wie man will. Was bitte soll an einem Inventar veraltet sein?! Ne Tasche, ist ne Tasche, ist ne Tasche, oder? Die Begrenzung des Inventars nötigt den Spieler dazu, wirklich nur wie wichtige Gegenstände mitzunehmen. So sollte man sich auf ein oder zwei Waffen einschießen, damit der wertvolle Platz nicht von unnötig viel Ballast eingenommen wird. Mich persönlich stört dies nicht, bin ich doch mit Rollenspielen groß geworden, die genau dieses ‘veraltete’ Inventar nutzen und ich finde es gut!

    Jetzt mal ehrlich… all diese Rollenspiele, in denen unser Held Dutzende Schwerter, Schilde, Streitkolben und sonstiges Gedöns in der Tasche hat, nur um den ganzen Tand dann beim nächsten Händler in klingende Münze zu tauschen, sind doch öde!? Gut, wir spielen einen großen, starken Helden, aber doch kein Wesen aus dem Universum der DC oder Marvel Comics.

    Kill with Skill
    Dem Spieler bleibt es wie gesagt überlassen, ob man seinen Gegnern das Lebenslicht direkt ausbläst, sie durch Elektroschock oder Betäubungspfeil schlafen legt, oder ihnen im Nahkampf dank augmentierten Superschlag die Hirse aus dem Leib prügelt. Das Waffenarsenal lädt zu versuchen ein, doch die interessantesten Ballermänner, bekommt man erst gegen Schluss des Spiels, zudem nehmen sie halt viel Platz in dem ‘veralteten’ Inventar ein.

    Ich selbst habe mich zu Beginn des Spiels mit dem Betäubungsgewehr auf die Pirsch begeben. Später erweiterte ich meinen Bestand um einen Elektroschocker und damit konnte ich mich bis zum Ende des Spiels gut durchschlagen. Btw. wer das Spiel übersteht, ohne einen Gegner zu töten – bis auf die Bossgegner – der bekommt dafür einen extra Erfolg bzw. eine extra Trophäe. Dumm nur, wenn ein betäubter Gegner vom Dach fällt und sich das Genick bricht, denn dies zählt als Mord und somit war mein Erfolg dann dahin.

    Doch dies öffnete mir den Weg für die schramlose Nutzung des restlichen Kriegsgeräts. So kann man sich im Spiel mit Shotgun, MP, Sniper, Armbrust, Lasergewehr, Plasmagewehr und Co. vergnügen. Besitzer der Limited Edition können zudem auf eine doppelläufige Schrotflinte, ein schallgedämpftes Scharfschützengewehr und einen Granatwerfer zurückgreifen. Letzterer macht die letzten beiden Bosskämpfe auch auf Deus Ex zu einem Kinderspiel.

    Wer ist hier der Boss
    Auch die Bosskämpfe sind ein Kritikpunkt, denn diese sind stellenweise sehr leicht. Zu beginn habe ich gedacht, die Spieler müssten sich da täuschen, denn auf Deus Ex habe ich schön die Hucke voll bekommen. Doch jeder Bosskampf kann mit einer bestimmten Taktik ganz leicht überstanden werden und somit sehe ich diesen Kritikpunkt als gerechtfertigt an. Besonders hat mich der letzte Kampf enttäuscht, denn dieser hat mich lediglich 2 EMP Granaten und 9 Schuss aus dem Granatwerfer gekostet. Meine Lebensenergie wurde dabei Nichtmal ansatzweise angekratzt – ich behaupte, diesen Kampf könnte ich blind wiederholen. ;)

    So ne lange Leitung
    Als kleiner Tipp… ein weiterer Kritikpunkt sind die soooo langen Ladezeiten genannt worden. Wie bereits gesagt, habe ich das Spiel auf der Xbox 360 gespielt. Hier habe ich durch die Installation einen Großteil der Daten auf die Festplatte verfrachtet und somit halten sich die Ladezeiten wirklich in Grenzen. Wer mangels großer Festplatte das Spiel nicht installieren kann, der sollte vielleicht nicht nur im Jahr 2027 rumspielen, sondern langsam mal im Jahr 2011 ankommen. ;)

    Mein Fazit
    Mir hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht. Ich kann nicht genau sagen, wie lange ich daran gesessen habe, doch es waren sicherlich 25 Spielstunden. Preis- / leistungstechnisch ist dies vertretbar und der bereits jetzt angekündigte DLC “The Missing Link” wird garantiert von mir gespielt. Btw. in diesem DLC findet Adam sich auf einen Frachter wieder und muss von hier ohne seine Augmentierungen fliehen.

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    Die Story und die rundum gelungene Atmosphäre des Spiels sind sicherlich nicht nur für Freunde des Cyberpunk-Settings ansprechend. Müsste ich an dem Spiel etwas verbessern, dann wäre es in erster Linie die Möglichkeit, sich dank Augmentierung eine ordentliche Map- oder Navigationshilfe einblenden zu lassen. Zudem würde ich die Möglichkeit einpflegen, einen Fehlkauf oder Verkauf beim Händler, auch wieder rückgängig machen zu können.

    Alles in allem ist Deus Ex: Human Revolution, ein gelungenes und solides Spiel. Aufgrund von Story, Atmosphäre und Gameplay, darf man sich auf gute Unterhaltung freuen. Es ist ganz sicher nicht der angekündigte Überflieger – das das olle Hype-Thema wollen wir hier nicht aufgreifen. Unentschlossene sollten sich das Game vielleicht mal ausleihen. Ich als Fan der Serie sehe es gerne in meiner Sammlung.

    Btw. wir haben das Spiel auch im Boxtopiacast angesprochen… hört doch mal rein.

    Done: Portal 2

    Posted on by Otti in Done, Games, Xbox 360 | 1 Comment

    Dank Dennis S. von idealo.de bin ich in den Genuss gekommen, diesen genialen Vertreter des Puzzlegenres in den letzten Tagen durchspielen zu können. An dieser Stelle möchte ich mich dafür, noch einmal recht herzlich bedanken.

    Wer hätte 2007 daran gedacht, dass sich aus einem Extra der Half-Life 2 Orange Box, ein derart beliebtes Spiel entwickeln würde? Doch kommen wir zu Portal 2

    …nachdem man sich im Vorgänger durch unterschiedlichste Tests gekämpft und der KI GladOS den gar ausgemacht hat, wurde man direkt in einen Hyperschlaf versetzt. Der gelangweilte CPU-Kern Wheatley reisst uns schließlich aus unseren Träumen. Diesem geht das Aperture Labor inzwischen tierisch auf die Nüsse und eine Flucht scheint der einzige Ausweg zu sein. Dabei sollen wir ihm behilflich sein und somit führt uns Wheatley gekonnt durch diverse Tunnel und Wartungsschächte, um die Testkammern des ersten Teils herum.

    Während unserer Flucht wird deutlich, das unser Nickerchen wirklich etwas ausgedehnter gewesen seien muss. Mutter Natur hat sich stellenweise bereits das Labor unter den Nagel gerissen. Auf unserer Flucht entdecken wir die Überreste von GladOS, welche durch Wheatleys Dummheit erneut zum Leben erweckt wird.

    GladOS erkennt uns sofort als ihren Mörder und möchte sich direkt an uns rächen. Welch angenehmere Rache könnte es wohl geben, als uns zurück in die Testkammern zu schicken, um uns dort bis an unser Lebensende zu testen?

    Optisch gestaltet sich Portal 2 zwar eher altbacken, doch dies bricht dem Spiel im Großen und Ganzen keinen ab. Dieses Spiel ist mit Sicherheit, eine der besten physikalischen Spielereien, die es gibt. Mir persönlich hat besonders das Leveldesign sehr gut gefallen. Die Entwickler haben es durchaus verstanden, dem Spieler die offensichtlichste Lösung nicht direkt vor die Füsse zu werfen.

    Das komplette Spiel ist – wenn ich mich recht erinner – in insgesamt 60 Kammern eingeteilt, welche den Spieler vor mehr oder weniger knifflige Aufgaben stellen. Die ersten Kammern kann man dabei getrost als Tutorial betrachten.

    Ein wenig enttäuscht hat mich der anfangs sehr gemächlich ansteigende Schwierigkeitsgrad. Bis zur 30. Kammer braucht man nicht groß nachzudenken, sondern kommt spätestens nach dem zweiten Anlauf locker an sein Ziel. Sobald die Story den Wendepunkt erreicht hat, nimmt der Anspruch dann stetig zu. Für mich hätte es im Singleplayer gut und gerne 10 bis 20 weitere Kammern geben können.

    Was mir im Singleplayer fehlt, bietet dafür der Multiplayer. Das Gemeinsame spielen und agieren mit einem Freund, macht online tierisch viel Laune. Der Onlinemodus ist ein wirklich nettes Gimmick, welches das Spielvergnügen von Portal 2 ungemein bereichert.

    Meinem Spielstand zufolge habe ich rund sechs Stunden und 45 Minuten für das Spiel benötigt. Da diese Zeit das erneute Spielen einer Kammer nicht berücksichtigt, rechne ich wohlwollend zwei Stunden hinzu. In diesen rund neun Stunden Spielzeit wurde ich sehr gut unterhalten.

    Die klasse Atmosphäre, der schwarze Humor der Charaktere, die Aufgabenstellung und Puzzle, sowie die Möglichkeit Portal 2 Koop zocken zu können, sind unschlagbare Argumente. Liebhaber von kniffligen Rätseln werden Portal 2 sicherlich mögen und diesen spreche ich eindeutig eine Kaufempfehlung aus.

    Done: Terminator Salvation

    Posted on by Otti in Done, Games, PS3 | Leave a comment

    Verdammt, mir gehen langsam die Games aus! Mortal Kombat wird noch immer von der Royal Air Mail rumgeflogen und so glaubte ich in meiner Verzweiflung, in ‘Terminator Salvation‘ die Erlösung zu finden, denn das Game war für die PS3 grad noch greifbar und lag hier so um.

    Im Mai 2009 ist Terminator Salvation die die Kinos gekommen. Der Film selbst spielt im Jahr 2018 und erzählt, wie sich Marcus Wright (Sam Worthington) und John Connor (Christian Bale) – Sohn von Sara Connor – in das Herz von Skynet vorkämpfen, um dort auf die Kacke zu hauen und endlich mal für Ordnung zu sorgen.

    Der Kinofilm knüpft an die Ereignisse des Spiels an. Dieses spielt nämlich im Jahr 2016, also zwei Jahre vor den Ereignissen des Films. Tausende Terminatoren wurden bis zu dem Zeitpunkt in die Vergangenheit geschickt um die Zukunft zu ändern und das unabwendbare zu vermeiden… vergeblich.

    Hätte ich selbst die Möglichkeit eine mechanische Kampfmaschine in die Vergangenheit zu schicken, würde ich dies tun, damit diese die Entwickler des Spiels mit einem nassen Waschlappen erschlägt. Und warum!? Darum!

    Im Spiel übernehmen wir natürlich die Rolle von John. Man sollte meinen unser Protagonist sieht dem John Connor des Jahres 2018 in irgendeiner Form ähnlich, doch unser Held hat mit diesem Ungefähr soviel Ähnlichkeit, wie Angelina Jolie mit Alice Schwarzer.

    Auch ist unser Held lang nicht so standhaft, wie das ältere Ego aus dem Film, denn nach gefühlten 0,72 Sekunden, streckt dieser bereits alle viere von sich. Aufgrund der körperlichen Schwäche verbringt man den Großteil der Spielzeit hinter tristen Mauern und Objekten, um unter Deckung hinter die feindlichen Linien zu gelangen und dem Gegner dann möglichst wirkungsvoll in den Rücken zu fallen.

    Dabei behilflich ist uns leider nicht Marcus Wright, sondern Blair Williams, deren KI wirklich unglaublich dämlich ist. Da werden die lebenswichtigen Deckungen von Ihr blockiert, und wenn man es schafft, das feindliche Feuer auf sich zu lenken und auf Ihre Unterstützung hofft, wartet man aus diese nicht selten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Hasta la vista Gameplay, mehr gibt es da nicht zu sagen.

    Wenn ich mich jetzt nicht verzähle, wurde ich von sechs unterschiedlichen Gegnern penetriert, welche auf dem Schwierigkeitsgrad ‘Schwer’ dank dummer KI angenehm gelegt werden können. Die Spielwelt kommt recht trist daher, diesen Umstand würde ich nicht unbedingt auf Skynet schieben, aber er bestärkt meine Vermutung, dass Eurojobber wohl auch in der Spieleindustrie Einzug gefunden haben.

    Eine wahre Erlösung ist es, das man diesem Debakel keinen Multiplayer-Part spendiert hat. Da unser KI-Helfer wahrlich dumm wie Wanne Wasser ist, schlägt man sich im wahrsten Sinne des Wortes als Solist durch das Spiel, doch dieser Trip ist in runden vier Stunden erledigt. Für mich gibt es nur zwei positive Aspekte an dem Spiel. Es war für mich kostenlos und eine Platin Trophäe konnte mühelos abgestaubt werden.

    Done: Crysis 2

    Posted on by Otti in Done, Games, PS3 | Leave a comment

    Schon vor einigen Tagen habe ich Crysis 2 durchgespielt und kann mir nun nach mehrstündigen Muiltiplayer eine abschließende Meinung bilden. Diese fällt eher durchwachsen aus, meinen Unmut zu diesem Spiel, habe ich bereits in diversen Diskussionen kundgetan, doch woran liegt es!?

    Ich habe immer das Gefühl, bei den erwähnten Diskussionen wird mir vorgeworfen, ich würde die Grafik von Crysis 2 schlecht finden, doch das ist nicht der Fall. Die Grafik finde ich sogar gut, doch weisen Grafik und Spiel viele Fehler auf, welche den Spielspass einfach trüben.

    Crytek selbst hat praktisch jede Gelegenheit wahrgenommen, die absolut saubere Grafik in den Himmel zu loben und viele Gamer haben diesen Hype blind wie die Lemminge angeheizt. Da der Hersteller selbst das Game so lobte – ist ja auch verständlich – finde ich die Mängel um so gravierender, denn die Spiele anderer Hersteller oder anderer Genres, würde man dafür in der Luft zerreisen.

    Ich habe auf der PS3 das Problem gehabt, das z.B. mehrmals Gegner in Objekten festhingen und entweder nichts mehr machten, oder einfach versuchten weiterzulaufen. Somit ist es dann auch als ‘Supersoldat’ ein Leichtes, diese auszuschalten.

    Generell habe ich mehrmals Probleme mit Glitches gehabt. Beispielsweise bin ich durch den Boden eines Levels gefallen und konnte dieses dann komplett von unten begehen. Derartige Fehler findet man ohne Ende auf YouTube.

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    Was aber wirklich nervig war, ist ein Bug im letzten Level gewesen. Hier habe ich zum einen keine Waffe mehr sehen können und konnte diese auch nicht wechseln. Auch das Aufnehmen einer neuen Waffe war eben sowenig möglich, wie das Zielen mit Visier. Lediglich Munition konnte ich aufnehmen, doch da mir nur noch ein Sniper Rifle zur Verfügung stand, war das schon recht nervig. Neuladen des Spielstands brachte nichts, und weil ich mich direkt am Ende des Spiels befand, wollte ich das komplette Level auch nicht von vorne beginnen.

    Dennoch muss ich sagen, dass ich – wenn ich die Fehler außer Acht lasse – gut unterhalten wurde und mir das Spiel spaß gemacht hat. Mit dem Multiplayer werde ich leider nicht so richtig warm. Viele Verbindungsabbrüche und häufige Lags sind daran schuld. Dies liegt aber wohl am PSN und nicht an dem Spiel. Vielleicht legt sich das mit der Zeit und dann kann man durchaus die ein oder andere Stunde online verbringen.

    Als Solist wurde ich nun runde 11 Stunden gut unterhalten, was ich für einen Shooter echt top finde. Gespielt habe ich dabei auf der Schwierigkeitsstufe Supersoldat, welche wegen der bräsigen KI gut spielbar ist. Online würde ich Crysis 2 derzeit nicht unbedingt empfehlen, zumindest nicht auf der PS3. Alles in allem ein solides Spiel, mit vielen interessanten Möglichkeiten.