
Dank Dennis S. von idealo.de bin ich in den Genuss gekommen, diesen genialen Vertreter des Puzzlegenres in den letzten Tagen durchspielen zu können. An dieser Stelle möchte ich mich dafür, noch einmal recht herzlich bedanken.
Wer hätte 2007 daran gedacht, dass sich aus einem Extra der Half-Life 2 Orange Box, ein derart beliebtes Spiel entwickeln würde? Doch kommen wir zu Portal 2…
…nachdem man sich im Vorgänger durch unterschiedlichste Tests gekämpft und der KI GladOS den gar ausgemacht hat, wurde man direkt in einen Hyperschlaf versetzt. Der gelangweilte CPU-Kern Wheatley reisst uns schließlich aus unseren Träumen. Diesem geht das Aperture Labor inzwischen tierisch auf die Nüsse und eine Flucht scheint der einzige Ausweg zu sein. Dabei sollen wir ihm behilflich sein und somit führt uns Wheatley gekonnt durch diverse Tunnel und Wartungsschächte, um die Testkammern des ersten Teils herum.
Während unserer Flucht wird deutlich, das unser Nickerchen wirklich etwas ausgedehnter gewesen seien muss. Mutter Natur hat sich stellenweise bereits das Labor unter den Nagel gerissen. Auf unserer Flucht entdecken wir die Überreste von GladOS, welche durch Wheatleys Dummheit erneut zum Leben erweckt wird.
GladOS erkennt uns sofort als ihren Mörder und möchte sich direkt an uns rächen. Welch angenehmere Rache könnte es wohl geben, als uns zurück in die Testkammern zu schicken, um uns dort bis an unser Lebensende zu testen?
Optisch gestaltet sich Portal 2 zwar eher altbacken, doch dies bricht dem Spiel im Großen und Ganzen keinen ab. Dieses Spiel ist mit Sicherheit, eine der besten physikalischen Spielereien, die es gibt. Mir persönlich hat besonders das Leveldesign sehr gut gefallen. Die Entwickler haben es durchaus verstanden, dem Spieler die offensichtlichste Lösung nicht direkt vor die Füsse zu werfen.
Das komplette Spiel ist – wenn ich mich recht erinner – in insgesamt 60 Kammern eingeteilt, welche den Spieler vor mehr oder weniger knifflige Aufgaben stellen. Die ersten Kammern kann man dabei getrost als Tutorial betrachten.
Ein wenig enttäuscht hat mich der anfangs sehr gemächlich ansteigende Schwierigkeitsgrad. Bis zur 30. Kammer braucht man nicht groß nachzudenken, sondern kommt spätestens nach dem zweiten Anlauf locker an sein Ziel. Sobald die Story den Wendepunkt erreicht hat, nimmt der Anspruch dann stetig zu. Für mich hätte es im Singleplayer gut und gerne 10 bis 20 weitere Kammern geben können.
Was mir im Singleplayer fehlt, bietet dafür der Multiplayer. Das Gemeinsame spielen und agieren mit einem Freund, macht online tierisch viel Laune. Der Onlinemodus ist ein wirklich nettes Gimmick, welches das Spielvergnügen von Portal 2 ungemein bereichert.
Meinem Spielstand zufolge habe ich rund sechs Stunden und 45 Minuten für das Spiel benötigt. Da diese Zeit das erneute Spielen einer Kammer nicht berücksichtigt, rechne ich wohlwollend zwei Stunden hinzu. In diesen rund neun Stunden Spielzeit wurde ich sehr gut unterhalten.
Die klasse Atmosphäre, der schwarze Humor der Charaktere, die Aufgabenstellung und Puzzle, sowie die Möglichkeit Portal 2 Koop zocken zu können, sind unschlagbare Argumente. Liebhaber von kniffligen Rätseln werden Portal 2 sicherlich mögen und diesen spreche ich eindeutig eine Kaufempfehlung aus.




Einfach nur super-cooles Game! Schon Stunden mitm Kumpel gezockt! ; )