
Die besinnlichen Feiertage sind vorbei und es wird Zeit sich mit den angenehmen Dingen des Lebens zu beschäftigen, wie z.B. der Zockerei. Ich habe nun endlich die Zeit gefunden, einen Blick auf Splatterhouse aus dem Hause Namco zu werfen.
Das Original aus dem Jahr 1988, war seinerzeit in vielen Spielhallen auf den Arcade Systemen von Namco spielbar und konnte schon damals eine Fangemeinde für sich verbuchen. Es folgten diverse Ports für TurboGrafx-16, FM Towns und den PC. Da mir das Spiel von früher noch ein Begriff ist, wollte ich unbedingt das Remake zocken.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei insidegames.ch für die Bereitstellung des Spiels bedanken!
In dem Spiel geht es um die beiden Studenten Rick Taylor und Jennifer Willis. Auf der Suche nach Zuflucht vor einem Sturm landen sie in dem Anwesen von Dr. West, welches als Splatterhouse bekannt ist. In dieser Villa soll der renommierte Parapsychologe angeblich schreckliche Experimente durchführen. Hört sich soweit ja schon recht gut an.
Es dauert nicht lange, bis Rick und Jennifer von dämonischen Kreaturen angegriffen werden. Während dieses Angriffs wird Rick so schwer verletzt, das Jennifer annehmen muss, ihr Freund sei tot. Doch Rick war nicht tot… er liegt in seinem eigenen Blut und vernimmt eine Stimme, welche von einer alten Maya-Opfer-Maske auszugehen scheint.
Die Maske möchte, das Rick sie von Rick aufgesetzt wird, Sie verspricht Rick zu helfen und seine Freundin zu retten, welche von Dr. West entführt wurde. Was hat er also zu verlieren? Rick setzt die Maske auf und wird von der unheimlichen Macht der Maske auf Vordermann gebracht. Ab diesem Moment macht der Name Splatterhouse sich alle Ehre.
Um Jennifer zu befreien, prügelt man sich durch Horden von Gegnern. Hierzu wird Raum für Raum in der Villa abgeklappert, welche einige Überraschungen in petto hat. Die Spielwelt ist in Abschnitte eingeteilt, erst wenn alle Gegner eliminiert wurden, geht die Reise weiter. Neben rudelweise auftretenden Unholden wird Rick von tödlichen Fallen erwartet.
Nach und nach lässt die Maske unseren Protagonisten zu einem übermenschlichen Wesen mutieren. Durch das vergiessen von Blut wird die Macht der Maske größer, welche uns dafür im Gegenzug heilen kann und uns mit neuen Fähigkeiten ausstattet.
Wie früher schon ist Splatterhouse ein klassisches Beat ‘em up, welches an roten Saft nicht geizt. Gegner werden wahrlich zerstückelt, durch die richtige Kombo zum rechten Zeitpunkt, werden Gegner z.B. ihres Kopfes beraubt oder gänzlich zerrissen. Ab jetzt ist die flache Story eh nur noch Nebensache. Es geht um das pure Überleben und das bedeutet in diesem Falle Button Mashing ohne Ende.
Das Gameplay ist einfach gehalten und für eine Weile macht das Schnetzeln auch Laune, doch diese stellt sich schon bald ein. Auch optisch ist Splatterhouse für grafikverwöhnte Spieler ganz sicher keine Augenweide, doch der Style passt zu dem Spiel. Da Namco hier kein grafikwunder, sondern eher eine Retroreise angekündigt hat, finde ich dies jetzt nicht so gravierend. Dennoch würde ich den Kauf nur Fans empfehlen, im Vorfeld ist der Gang in die Videothek vielleicht nicht die schlechteste Idee.
Mir persönlich gefällt an dem Spiel die Perspektive, aus der man durch die Level geschickt wird. Diese kommt ab und an wirklich sehr gut rüber und hat so das gewisse Etwas. Auch die Musik ist rockig gut und passt wunderbar zum Setting.
Das Spiel ist multilingual, also auf deutsch und englisch spielbar, wodurch nichts gegen einer Bestellung auf Insel spricht. Das Spiel gibt es für die Xbox 360, sowie für die PS3, bereits ab 22,06 Euro.
Achtung! Elternteile die von ihren Lieben gebeten werden genau dieses Spiel zu kaufen, sollten diesem Wunsch auf keinen Fall nachkommen. Dieses Spiel gehört definitiv nicht in Kinderhände!


